Covid-19-Todesrate – Feinstaub und Ammoniak in der Landwirtschaft

Foto: Müller

Unseren Antrag das Ausbringen von Gülle und Gärresten in siedlungsnahen Bereichen zu verbieten, haben wir als Anfrage an den Landkreis gerichtet.
Wissenschaftliche Studien belegen den Zusammenhang zwischen einer möglichen erhöhten Sterblichkeit durch Ammoniakgas.

„Es zeigte sich statistisch signifikant, dass auch nur eine kleine Zunahme der langfristigen Belastung mit PM2.5 um 1 Mikrogramm pro Kubikmeter zu einer großen Zunahme der Covid-19-Todesrate von 15 Prozent führt. Wenn, so führen die Wissenschaftler aus, die langfristige PM2,5-Belastung in Manhattan um ein Mikrogramm pro Kubikmeter (1 μg/m3) gesenkt würde, hätte es bis zum 4. April statt der 1905 Covid-19-Todesfälle 248 weniger gegeben. In einer früheren Studie an über 60 Millionen Amerikanern, die 65 Jahre und älter waren, habe man entsprechend festgestellt, dass 1 μg/m3 mehr an langfristiger PM2,5-Belastung mit einer Zunahme von 0,73 Prozent der Mortalität verbunden ist.

Die langfristige Belastung durch PM2,5-Feinstaub schädigt das Atem- und Kreislaufsystem, was durch viele Studien belegt sei, und kann die Schwere der Covid-19-Symptome sowie das Sterberisiko von Covid-19-Patienten erhöhen. Das zeigt, dass auch Umweltbedingungen die Schwere der Coronavirus-Pandemie beeinflussen. Eine Folge des nachgewiesenen Zusammenhangs müsste sein, dass Landkreise mit erhöhter Feinstaubbelastung auch besser mit Intensivbetten, Schutzkleidung für das Personal und Beatmungsgeräten ausgestattet werden sollten, weil es hier mehr Einweisungen in die Krankenhäuser und mehr Tode geben wird.“ https://www.heise.de/tp/features/Luftverschmutzung-erhoeht-Covid-19-Sterberisiko-4699306.html

„Für Deutschland kam heraus, dass nicht der primäre Feinstaub, sondern der sekundär gebildete Feinstaub die Hauptquelle ist”, sagt Pozzer. Indirekt kommt dadurch der Landwirtschaft eine große Rolle zu. Denn beim Düngen der Felder und in der Viehhaltung wird vielfach Ammoniak freigesetzt. Alleine betrachtet ist dies für die Feinstaubentstehung unproblematisch. Aber in Kombination mit den Gasen Schwefeldioxid und Stickoxid führt es eben genau dazu.

„Wenn wir die Feinstaubbelastung senken wollen, ist die einfachste und effektivste Methode die Reduzierung von Ammoniak in der Landwirtschaft”, sagt Pozzer. Tatsächlich gibt es für Ammoniak, anders als für andere Schadstoffe in der Luft, keine Grenzwerte. „Nach unseren Berechnungen ließen sich in Deutschland mit einer Reduzierung der Emissionen von Ammoniak um 100 Prozent etwa die Hälfte aller durch Feinstaub verursachten Todesfälle verhindern”, erklärt Pozzer. Auch Wichmann-Fiebig sieht die Reduzierung von Ammoniak als einen wichtigen Ansatzpunkt. https://www.die-debatte.org/feinstaub-definition/

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