Verbot für das Ausbringen von Gülle und Gärresten

Bergäcker-Halden

Die Gemeinderatsfraktion Linke Liste stellt einen Eilantrag an Oberbürgermeister Thomas Keck zum Thema Gülle. Rüdiger Weckmann und Carola Rau fordern darin ein Verbot für das Ausbringen von Gülle und Gärresten für das gesamte Stadtgebiet von Reutlingen, solange die Corona-Pandemie-Schutzmaßnahmen andauern.

In Zeiten der Pandemie sei die Bevölkerung größeren Risiken ausgesetzt. Durch die Kontakt- und Aufenthaltsbeschränkungen im Freien gewännen fußläufig erreichbare Naherholungsgebiete eine besondere Bedeutung. Gerade dort seien aber in den beiden vergangenen Wochen Gülle und flüssige Gärreste ausgebracht: Auf Wiesen am Stadtrand verbreite ein Prallkopfverteiler in Kopfhöhe eines mittelgroßen Erwachsenen die Stoffe und verteile deren Ausgasung breitflächig in die Luft. Darunter auch das für die Atemwege schädliche Ammoniakgas, das sich mit anderen Gasen zu Feinstaub verbindet.

Durch das Einatmen der die Atemwege reizenden Gase sowie des Feinstaubs beim Spaziergang würden so in Zeiten der Gefahr einer Lungenkrankheits-Pandemie Personen ab 60 Jahren und aus Risikogruppen in ihrer Gesundheit noch mehr gefährdet. Dies sei nicht vereinbar mit der Daseinsfürsorge und dem Maßnahmenkatalog zum Schutz der Bevölkerung, schreiben die beiden Räte. (eg/GEA)

Unser Antrag: >>>

Hintergrundinformationen:

Eigene Recherchen zur Ausbringung von Gülle oder Gärresten >>>

Gülletest Greenpeace >>>

Wissenschaftlicher Dienst des Bundestags zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Medikamentenrückständen in Gülle >>>

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