Preiswertes Wohnen ermöglichen

GEA 30.05.2016

ANTRAG – Linke wehren sich gegen Verwaltungs-Pläne. Sie fordern in der Flüchtlingsfrage Wohnraum statt Holz-Module. Diese seien »zumindest teilweise entbehrlich«
Preiswertes Wohnen ermöglichen

REUTLINGEN. Holzbau-Module für die Unterbringung von Flüchtlingen, wie sie unter anderem für die Bezirksgemeinden Degerschlacht und Ohmenhausen in der Sitzung des Gemeinderats am 31. Mai durch die Verwaltung vorgeschlagen wird, halten die Stadträte der Linken Liste – Jessica Tatti und Thomas Ziegler – laut Pressemitteilung »für zumindest teilweise entbehrlich«. Dadurch eingesparte Mittel sollten dagegen für reguläre Bauvorhaben zugunsten preiswerten Wohnraums Verwendung finden.

In diesem Zusammenhang richten die Linken zwei Anträge an die Verwaltung. Erstens: Von den für Degerschlacht und Ohmenhausen gemäß Beschlussvorschlag der Verwaltung je Stadtbezirk vorgesehenen jeweils zwei Holzbau-Modulen für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen soll allenfalls je eines errichtet werden. Zweitens: Die dadurch eingesparten Mittel in einer Größenordnung von jeweils 1 bis 1,5 Millionen Euro sollen zweckgebundene Verwendung für die Errichtung von regulären Gebäuden in Massivbauweise finden, die preiswertes Wohnen ermöglichen.

In der Begründung heißt es: »Der Mangel an preiswertem Wohnraum ist in Reutlingen nach wie vor eklatant.« Außerdem bleibe weiterhin daran festzuhalten, dass die Unterbringung von Flüchtlingen selbst im Status der Anschlussunterbringung in ausschließlich zu diesem Zweck sowie zudem außerhalb regulärer Wohngebiete errichteten Provisorien einer Integration in unsere Stadtgesellschaft massiv entgegensteht.


Drastische Reduzierung

Gemäß jüngsten Auskünften des Landratsamtes habe sich die Zahl der innerhalb des Landkreises aufzunehmenden Flüchtlinge drastisch reduziert; zuletzt werden laut Pressemitteilung für das Land Baden-Württemberg auf Monat Mai 2016 insgesamt 500 Personen benannt. Über die nächste Zeit hinweg werde es aller Voraussicht nach bei diesen Größenordnungen verbleiben. Der schon bislang vermeidbare Missstand, für die aufzunehmenden Flüchtlinge großteils lediglich provisorische und zudem in sich geschlossene Sammelunterkünfte zur Verfügung zu stellen, werde damit vollends entbehrlich.

Abschließend schreiben Tatti und Ziegler: »Die aufgrund der entfallenden Provisoriums-Module frei werdenden Gelder haben dagegen zweckbestimmt für Baumaßnahmen Verwendung zu finden, die – sowohl für Flüchtlinge in Anschlussunterbringung als auch die sonstigen zahlreichen Wohnungssuchenden – das für Reutlingen dringend notwendige Angebot an bezahlbarem Wohnen herstellen.«

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s