Petra Braun-Seitz berichtet aus dem Kreistag

Sitzung des Sozial- und Schulausschusses in Rappertshofen

Am 28.4.2010 traf sich der Sozial- und Schulausschuss des Kreistags zu einer Sitzung in der Behinderteneinrichtung Rappertshofen in Reutlingen. Der Träger ist die LWV-Eingliederungshilfe GmbH, die Finanzierung läuft über den Landkreis und das Land.

Auf meine Frage, wie die UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen in Rappertshofen umgesetzt wird, legte Herr Klinger, Verbandspräsident des LWV, dar, dass ambulante Betreuung Vorrang bekommt vor der stationären. Die stationären Plätze könnten allerdings nicht auf einmal abgebaut werden, da sie mit Zuschüssen gebaut wurden. Bei einem sofortigen Abbau müssten diese zurückgezahlt werden, deshalb findet ein stufenweiser Abbau statt. Auch würden stationäre Plätze für Schwerstbehinderungen immer gebraucht.

Ein weiterer Punkt der gesellschaftlichen Teilhabe behinderter Menschen ist die Integration in den Arbeitsmarkt. Meine Frage war, wie die Arbeitsmöglichkeiten für die Behinderten aussehen und ob sie auch Chancen auf dem erstem Arbeitsmarkt haben. Neben den Arbeitsplätzen in der Werkstätte in Rappertshofen gibt es auch Außenarbeitsplätze z. B. in der Behördenkantine im Finanzamt, in Schulmensen, im Rappertshofer Buchladen in Rommelsbach usw.. Bei der Aktion 1000 ging es der LWV darum, in 5 Jahren 1000 Menschen mit Behinderungen auf dem ersten Arbeitsmarkt unterzubringen, es gelang sogar 1200 Behinderte in reguläre Beschäftigung zu bringen.

Meine dritte Frage bezog sich auf die Beziehungen von Rappertshofen zu den benachbarten Stadteilen Orschelhagen und Rommelsbach. Hier gibt es Projekte und Kontakte, so z. B. die Buchläden in Orschelhagen und Rommelsbach, Sozialpraktika von Schülern, die Rappertshofer Halle wird auch von Rommelsbacher Vereinen genutzt. Allerdings wäre eine weitere Öffnung zum Gemeinwesen hin durch eine Bebauung der unbebauten Flächen um Rappertshofen herum durchaus im Sinne der Einrichtung, da zum jetzigen Zeitpunkt von den laufenden Projekten und Kontakten hauptsächlich die mobileren Bewohner profitieren.

Die Mitglieder des Ausschusses hatten auch noch die Gelegenheit zu einem kurzen Besuch in der Werkstatt und in der Ergotherapie.

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