Planungswettbewerb City-Nord

„Den Ideen freien Lauf lassen“, statt im Planungswettbewerb City-Nord bereits im Vorfeld die Größe eines Einkaufzentrums auf 10 000qm zu begrenzen – mit dieser Begründung wenden sich die SPD-Gemeinderäte Uli Lukaszewitz und Johannes Schempp gegen die Beschlussempfehlung des Bauausschusses.

Die entsprechende Argumentation unseres Gemeinderates Thomas Ziegler wurde hier übernommen, wenn auch aktiv – und das publikumswirksam im GEA – erst nach der Ausschuss-Beratung.
Rätselhaft und willkürlich erscheint die vom Bauausschuss nun vorgeschlagene Obergrenze von 10 000 qm.
Die vom Reutlinger Forum eingeladenen Experten hatten von 13 000 als verträgliche Grenze gesprochen. Diese Größe fand sich auch in einem Antrag der GRÜNEN vor einem Jahr.

Zu kritisieren ist, dass es in dieser Stadt – trotz jahrelanger Diskussion – nicht gelungen ist, gegenüber dem Hamburger Projektentwickler ECE eine klare Position zu beziehen.

Klare Position heißt in diesem Fall, vor allem die Bedingungen zu formulieren, unten denen eine Einkauf-Mall akzeptiert werden könnte.
Vieles was unter ECE entsteht ist problematisch:
Die geplante Verkaufsfläche von 23 000 qm ist eindeutig zu groß und würde in dieser Form zu einem Ausbluten, sprich: zu Leerstände eines Teils der Reutlinger Läden führen.
Der Raum, der hier entsteht ist nicht mehr öffentlich, mit der Folge, dass unerwünschte Personengruppen oder politische Aktionen ausgeschlossen werden können.
Beim Bau des Einkaufscenters können regionale Bauunternehmer und Handwerker zu kurz kommen.
Doch warum soll darüber nicht hart verhandelt werden?
Die Stadt könnte gewinnen:
Wenn Verkaufsflächen, die auf der „grünen Wiese“ entstanden sind (z.B. Mark West) und nur durch PKW erreichbar sind, wieder in Kernstadtnähe verlegt werden, ist das auch ökologisch sinnvoll und trägt zur Innenstadtbelebung bei.
Eine Umgestaltung des unattraktiven Stadtviertels und eine bessere Anbindung an die Kernstadt kostet Geld, was die Stadt in den nächsten Jahren nicht haben wird.
Eine bessere Anbindung könnte dadurch erreicht werden, dass der Verkehr der massiv durch die Karlstrasse fließt, umgeleitet wird. An den Kosten wäre ECE zu beteiligen.

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